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Abteilung Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie

Die Abteilung Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie behandelt Menschen mit akuten psychischen Störungen, insbesondere mit schizophrenen Psychosen, affektiven Störungen wie Depression und Manie, Anpassungsstörungen, Angst- oder Zwangserkrankungen, somatoformen Störungen oder Persönlichkeitsstörungen.

Die Patientinnen und Patienten werden mit dem Ziel betreut und behandelt, dass sie die aktuelle Erkrankung, Störung oder Krisensituation akzeptieren und bewältigen können. Außerdem soll sich das empfundene Wohlbefinden schnell verbessern und ein individuelles Störungskonzept vermittelt werden. Die Menschen sollen zudem möglichst zeitnah in ihr gewohntes Leben, in die Familie, den Beruf oder eine geeignete Tagestruktur eingegliedert werden.

Dabei nutzen wir vielfältige Angebote und Methoden des multimodalen Therapiesettings (Rücksichtnahme auf die Vielschichtigkeit der Behandlung und das Bündeln des Wissens verschiedener Personenkreise und Wissensbereiche), das ressourcen-, prozess- und lösungsorientiert ausgelegt ist. Wir beziehen die Familie, wichtige Bezugspersonen und ambulante professionelle Helfer frühzeitig mit ein. Die Patientinnen und Patienten sollen eine größtmögliche Selbstständigkeit behalten, ihre Unabhängigkeit wiedererlangen sowie über ihre Erkrankung umfassend informiert werden, um diese in den Griff zu bekommen und neuerlichen Schüben vorzubeugen. Sofern es notwendig erscheint, motivieren wir die Patientinnen und Patienten, fremde Hilfen insbesondere der ambulanten Dienste in Anspruch zu nehmen und sich ambulant weiterbehandeln zu lassen.

Dem multiprofessionellen Team gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Berufsgruppen an. Sie arbeiten kollegial und wertschätzend zusammen und behandeln und betreuen mit ihrem Fachwissen die Patientinnen und Patienten bestmöglich. Die Tagesklinik und die Stationen werden kollegial von Oberärztinnen oder Oberärzten sowie pflegerischen Stationsleiterinnen oder-leitern geführt. Zum Team gehören außerdem Diplom-Psychologinnen und -Psychologen, Gesundheits- & Krankenpflegekräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Assistenzärztinnen und -ärzte, eine Stationsassistentin oder –assistent sowie stationsübergreifend tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Bewegungs-, Ergo-, Musik- und Tanztherapie.

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Krisenintervention (Station 16.1)

Die Krisenstation ist eine geschützt-geschlossen geführte Station für Menschen in akuten Lebenskrisen. Die Hintergründe der Krise können im Einzelnen sehr unterschiedlich sein, sie gehen jedoch auf ihrem Höhepunkt oft mit depressiven, suizidalen, selbst verletzenden oder anderen selbst gefährdenden Verhaltensweisen einher. Im Vordergrund der therapeutischen Bemühungen stehen von daher Entlastung und Stabilisierung. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten eröffnet werden, sich konstruktiv mit den der belastenden Situation auseinander zu setzen und neue Strategien zu entwickeln. Nach einer eingehenden diagnostischen Phase wird gemeinsam ein individuell abgestimmter Behandlungsplan entwickelt.

Akut und Notfallbehandlung (Station K 3, Hauptgebäude)

Auf der geschützt-geschlossen geführten Station werden Patientinnen und Patienten mit akuten und schwerwiegenden psychischen Störungen wie akuten Psychosen, Manien, organisch verursachten Psychosen sowie Patienten mit Störungen der Impulskontrolle oder Persönlichkeitsstörungen behandelt. Die wichtigsten Ziele der Behandlung sind die Besserung der Akutsymptomatik, die Stabilisierung der psychischen und körperlichen Befindlichkeit und die Entwicklung einer weiteren Perspektive für die Therapie. Das Behandlungsangebot umfasst neben Visiten und Einzelgesprächen medikamentöse Therapie, Ergotherapie, sozialarbeiterische Betreuung und Sport.

Psychiatrische Behandlung (Station K 2, Hauptgebäude) und Station 21.3

Auf den offen geführten psychiatrischen Behandlungsstationen K 2 und 21.3 werden Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen psychischen Störungen behandelt. Die Stationen haben einen fachlichen Schwerpunkt, bieten aber auch für andere Patienten ein umfassendes Behandlungsprogramm. Für jeden Patienten wird ein individueller Behandlungsplan mit klarer Zielsetzung vereinbart. Auf den Stationen arbeiten Ärzte, Psychologen, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter und Pflegekräfte. Es besteht ein enger Austausch mit allen Einrichtungen und Diensten der psychosozialen Versorgung außerhalb des Krankenhauses. Einen besonderen Schwerpunkt unseres Konzeptes stellt das Einbeziehen von Angehörigen und anderen wichtigen Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld dar. Von den Stationen aus können die Angebote der Physiotherapie, der Arbeits- und Beschäftigungstherapie sowie der Kunsttherapie genutzt werden. Das Behandlungsangebot umfasst Einzel- und Gruppengespräche, psychoedukative Maßnahmen, medizinische und psychologische Diagnostik, Akupunktur sowie sozialarbeiterische Beratung und Angehörigengespräche. Eine gemeinsame Aufnahme von Müttern oder Vätern mit ihren Säuglingen oder Kleinkindern ist nach Absprache möglich.

Depressionsstation (Station 16.2)

Die Station ist auf die Behandlung von depressiven Patientinnen und Patienten spezialisiert. Das Therapieprogramm ist speziell auf die Bedürfnisse dieser Patientengruppe abgestellt. Es umfasst Einzel- und Gruppentherapie, Informationen über die Erkrankung, ein aktivierendes Stationsmilieu, Sport, Ergotherapie und Kunsttherapie, Wachtherapie, EKT und antidepressive Pharmakotherapie.
Das Stationsteam verfügt über besondere Erfahrung und Kenntnisse in der Behandlung gerade von schwer und langwierig verlaufenden Depressionen. Eine gemeinsame Aufnahme von Müttern oder Vätern mit ihren Säuglingen oder Kleinkindern ist nach Absprache möglich.

Abteilung für Spezielle Psychotherapie

Die Abteilung „Spezielle Psychotherapie“ behandelt Menschen mit schweren neurotischen Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychotraumastörungen, Ängsten, Depressionen, Verhaltensstörungen und emotionalen Störungen bei jungen Erwachsenen. Weitere Schwerpunkte der Abteilung sind die Behandlung von Essstörungen, ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung) mit Persistenz im Erwachsenenalter und Zwangsstörungen.

Die Patientinnen und Patienten werden mit dem Ziel betreut und behandelt, dass sie die aktuelle Erkrankung, Störung oder Krisensituation akzeptieren und bewältigen können. Außerdem soll sich das empfundene Wohlbefinden schnell verbessern und ein individuelles Störungskonzept vermittelt werden. Die Menschen sollen zudem möglichst zeitnah in ihr gewohntes Leben, in die Familie, den Beruf oder eine geeignete Tagestruktur eingegliedert werden.

Dabei nutzen wir vielfältige Angebote und Methoden des multimodalen Therapiesettings (Rücksichtnahme auf die Vielschichtigkeit der Behandlung und das Bündeln des Wissens verschiedener Personenkreise und Wissensbereiche), das ressourcen-, prozess- und lösungsorientiert ausgelegt ist. Wir beziehen die Familie, wichtige Bezugspersonen und ambulante professionelle Helfer frühzeitig mit ein. Die Patientinnen und Patienten sollen eine größtmögliche Selbstständigkeit behalten, ihre Unabhängigkeit wiedererlangen sowie über ihre Erkrankung umfassend informiert werden, um diese in den Griff zu bekommen und neuerlichen Schüben vorzubeugen. Sofern es notwendig erscheint, motivieren wir die Patientinnen und Patienten, fremde Hilfen insbesondere der ambulanten Dienste in Anspruch zu nehmen und sich ambulant weiterbehandeln zu lassen.

Dem multiprofessionellen Team gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Berufsgruppen an. Sie arbeiten kollegial und wertschätzend zusammen und behandeln und betreuen mit ihrem Fachwissen die Patientinnen und Patienten bestmöglich. Die Tagesklinik und die Stationen werden kollegial von Oberärztinnen oder Oberärzten sowie pflegerischen Stationsleiterinnen oder-leitern geführt. Zum Team gehören außerdem Diplom-Psychologinnen und -Psychologen, Gesundheits- & Krankenpflegekräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Assistenzärztinnen und -ärzte, eine Stationsassistentin oder –assistent sowie stationsübergreifend tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Bewegungs-, Ergo-, Musik- und Tanztherapie.

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Klassische stationäre Psychotherapie (Station K 5)

Die Station K 5 ist auf mehrwöchige intensive stationäre Psychotherapien spezialisiert. Sie bietet jeweils zwei differenzierte Milieus zum einen für jüngere Patienten/-innen mit größeren Problemen im Bereich der Persönlichkeitsstrukur und zum anderen für lebenserfahrenere Patienten/-innen mit dem Schwerpunkt auf neurotische Erkrankungen an.
Als erstes bieten wir Ihnen ein ambulantes Vorgespräch an, bei dem wir mit Ihnen über Ihre Probleme sprechen und Sie beraten.  Oft kann dann schon die stationäre Behandlung geplant werden. Wir legen besonderen Wert auf eine exakte Diagnostik, eine gute Therapieplanung und –durchführung. Die intensive Entlassungsvorbereitung beginnt schon ganz am Anfang der Behandlung. Sie benötigen in aller Regel eine ambulante Weiterbehandlung durch niedergelassene Psychotherapeuten. In der stationären Psychotherapie begleiten wir Sie ein kurzes aber intensives Stück auf Ihrem therapeutischen Weg. Wir unterstützen Sie dabei, heimatnahe Behandlungsangebote für die Zeit nach der stationären Behandlung zu finden. Manchmal ist auch eine tagesklinische Weiterbehandlung notwendig, die entweder in unserer Tagesklinik oder in der Nähe Ihres Wohnortes stattfinden kann.

Krisenintervention, Stabilisierung, stationäre Diagnostik und Motivationsbehandlung (Station K 4)

Die Station K 4 bietet Ihnen niedrigschwellige Behandlungen bei Erkrankungen im psychotherapeutisch-psychiatrischen Grenzgebiet an. Neben der stationären Diagnostik führen wir in der Basisgruppe Kriseninterventionen, Stabilisierungs- und Motivationsbehandlungen durch. In einer Aufbaugruppe können Sie in speziellen Therapiegruppen intensiver an Ihren ganz persönlichen, psychotherapeutischen Veränderungszielen arbeiten. Selbstverständlich arbeitet die Station eng mit der klassischen stationären Psychotherapie zusammen. Falls es nötig und von Ihnen gewünscht  ist, kann eine Weiterbehandlung auf der Station K 5 erfolgen. Nach Absprache ist eine gemeinsame Aufnahme von Müttern oder Vätern mit einem Säugling möglich. Wenn eine teilstationäre Weiterbehandlung notwendig und gewünscht ist, kann diese in unserer Tagesklinik oder auch heimatnah erfolgen.

Abteilung für Gerontopsychiatrie

In der Gerontopsychiatrie behandeln wir psychisch erkrankte Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Die Phase des Älterwerdens ist oft mit vielen Veränderungen verbunden. Treten dann psychische Erkrankungen auf, beziehen wir bei der Behandlung stets auch die Ressourcen und Kompetenzen der Patientinnen und Patienten mit ein. Wir wollen die Symptome lindern und die Krankheit heilen bzw. beim Umgang damit helfen. Wir unterstützen die Menschen auch darin, die neue Lebenssituation zu bewältigen, alternative Perspektiven zu entwickeln, eigene Fähigkeiten wieder zu entdecken, Kräfte zu bündeln und auf persönlich wichtige Ziele auszurichten.

Die psychiatrische Diagnostik umfasst sowohl medizinische als auch psychosoziale und pflegerische Aspekte. Wir erfassen in den Untersuchungen nicht nur psychische Beeinträchtigungen, sondern auch das Ernährungsniveau, die eingeschränkte Selbsthilfefähigkeit, Mobilitätseinschränkungen oder eine Sturzgefährdung.

Nach erfolgter Diagnostik wird gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten ein einzeln abgestimmtes Behandlungskonzept erstellt. Wir wollen dabei die Angehörigen bzw. für die Patientinnen und Patienten wichtige Personen in die Behandlung miteinbeziehen. Eine Bezugspflegekraft und eine Bezugstherapeutin oder ein Bezugstherapeut begleiten durch den gesamten Behandlungsprozess, der einzel- und gruppenpsychotherapeutische, medikamentöse, sozialtherapeutische sowie bewegungs-, musik- und ergotherapeutische Angebote umfasst. Eine Mitbehandlung körperlicher Erkrankungen erfolgt durch Fachärztinnen und -ärzte der Paderborner Krankenhäuser.

Um eine passgenaue Nachsorge sicher zu stellen, wird die Entlassung pro Person vorbereitet. Dafür beziehen wir Angehörige sowie das weitere soziale Netzwerk mit ein. Wir wollen, dass die Patientinnen und Patienten dabei möglichst selbstständig handeln, ihre persönlichen Hilfebedarfe aber abgedeckt sind. Je nach Schweregrad der Erkrankung können sie zudem bei niedergelassenen Fachärztinnen und -ärzten oder in der Ambulanz unserer Abteilung weiterbehandelt werden. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit den psychiatrischen und psychosozialen Versorgungsdiensten der Region wie Anbietern der Tagespflege oder Betreuter Wohnmöglichkeiten sowie den ambulanten psychiatrischen Pflegediensten.

In der Abteilung arbeiten multiprofessionelle Teams, die aus fachlich qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Berufsgruppen bestehen. Die Tagesklinik und die Stationen werden kollegial von Oberärztinnen oder Oberärzten sowie pflegerischen Stationsleiterinnen oder-leitern geführt. Zum Team gehören außerdem Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, Altenpflegekräfte, Heilerziehungspflegekräfte, Assistenzärztinnen und -ärzte, Diplom-Psychologinnen und -Psychologen, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter und Stationsassistentinnen und -assistenten. Stationsübergreifend sind Ergo- und Bewegungs- sowie Musiktherapeutinnen und -therapeuten tätig.

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Station 17.1, geschützt geführt

Die Station 17.1 hat 23 Behandlungsplätze und ist eine geschützt geführte Station für Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Beeinträchtigung einen sicheren, unterstützenden Rahmen benötigen. Dies kann z. B. bei Patientinnen und Patienten mit schwereren Gedächtniseinbußen und ausgeprägten Orientierungsstörungen erforderlich sein oder auch bei sehr ausgeprägten Depressionen, aktuten Lebenskrisen sowie deutlichen psychotischen Erkrankungen. Hier stehen als therapeutische Ziele die Besserung der Akutsymptomatik sowie eine Entlastung und Stabilisierung im Vordergrund. Bei zusätzlichen altersbedingten Erkrankungen werden die Patientinnen und Patienten entsprechend stärker unterstützt.

Station K1 (Hauptgebäude)

Auf dieser Station mit 28 Behandlungsplätzen liegt der Schwerpunkt in der Behandlung von Menschen mit depressiven Symptomen. Es werden hier aber auch Patientinnen und Patienten mit weiteren psychischen Störungen behandelt und betreut. Hierbei wird immer auch die diagnostisch, therapeutisch und pflegerisch den begleitenden geriatrischen Erkrankungen Rechnung getragen.

Abteilung für Suchtmedizin

Die Abteilung Suchtmedizin behandelt Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Auch dann, wenn eine begleitende psychiatrische Erkrankung wie Depression oder eine Angststörung vorliegt. Die Station bietet das gesamte Spektrum einer modernen suchtmedizinischen Behandlung an, die zunächst immer die Substanzfreiheit erreichen will. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, dass diese Entzugsbehandlungen die Patientinnen und Patienten nicht gefährden und dass sie möglichst körperlich und psychisch unbeeinträchtigt sind. Dazu setzen wir bei Bedarf unterschiedliche Entzugsmedikamente ein bzw. führen einen gestuften Opioidentzug durch.

Neben der Abstinenz ist uns eine Motivationsbehandlung sehr wichtig. Sie zielt darauf, die Entscheidung zum Verzicht auf Rauschmittel zu festigen und Wege dorthin aufzuzeigen. Uns ist sehr bewusst, dass die Entzugsbehandlung nur den Anfang darstellt und weitere Hilfsangebote notwendig und sinnvoll sind. Darum stellen wir unterschiedliche weiterführende Hilfsangebote vor und vermitteln bei Bedarf auch. Weiterbehandlungen nach dem stationären oder teilstationären Aufenthalt zu klären und einzuleiten, ist uns besonders wichtig.

Die Behandlung möglicher psychiatrischer Begleiterkrankungen nach modernen psychiatrischen Standards ist natürlich ebenfalls ein weiterer Schwerpunkt.

Eine gute Behandlung kann nur gelingen, wenn unterschiedliche Berufsgruppen Hand in Hand für das Wohl der Patientinnen und Patienten zusammenarbeiten. Die multiprofessionellen Teams setzen sich in unserer Abteilung aus Gesundheits- und Krankenpflegekräften, Ober- und Assistenzärztinnen und -ärzten, Diplom-Psychologinnen und -Psychologen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen und Sozialarbeiterinnen und -arbeitern und Stationsassistentinnen und -assistenten zusammen. Stationsübergreifend sind Ergo- und Bewegungs- sowie Musiktherapeutinnen und -therapeuten tätig.

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Stationen 15.2 und 15.3

Auf den offen geführten Stationen 15.2 und 15.3 bieten wir die qualifizierte Entzugsbehandlung von Opiaten sowie anderen legalen und illegalen Drogen an. Mögliche Behandlungsziele sind Abstinenz, Einstellung auf Opiatblocker oder die Einleitung weiterführender Behandlungsmaßnahmen, zum Beispiel Langzeittherapie, Einleitung oder Anpassung einer Substitutionsbehandlung oder Entzug von Beigebrauch. Die Anmeldung und Aufnahmekoordination erfolgen telefonisch. Auf der Station 15.2 wird die Eigenverantwortung der Patientinnen und Patienten durch ein verhaltenstherapeutisches Verstärkerprogramm zusätzlich gefördert.

Für Paare stehen pro Station zwei Zimmer zur Verfügung. Die Aufnahme von Kindern im ersten Lebensjahr ist möglich.

Station 17.2

Die Station 17.2 ist eine geschützt geführte Station für Menschen, die für den Entzug von Alkohol, Drogen oder Medikamenten einen sicheren und stützenden Rahmen brauchen, um in der schwierigen Phase des Entzugs abstinent bleiben zu können. Störende Einflüsse von außen werden so weit wie möglich von unseren Patientinnen und Patienten ferngehalten. Hohen Stellenwert haben neben der qualifizierten Entzugsbehandlung die Einleitung weiterführender Maßnahmen und die Rückfallvorsorge.

Station 23.1, qualifizierte Entzugsbehandlung, offen geführte Station

Die Station 23.1 ist eine offen geführte Station für qualifizierte Entzugsbehandlung. Das Programm wendet sich an Patientinnen und Patienten, die einen Weg aus der Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten und illegalisierten Suchtstoffen finden möchten. Eine Ausnahme bilden Patienten/-innen mit einer Heroinabhängigkeit, die auf den Stationen 15.2 und 15.3 aufgenommen werden. Neben dem körperlichen Entzug wird die Entwicklung neuer Perspektiven und die Einleitung von weiterführenden Behandlungsmaßnahmen angestrebt. Der Schwerpunkt unseres Angebotes liegt auf verhaltenstherapeutisch orientierter Einzel- und Gruppentherapie.

LWL-Rehabilitationszentrum Münsterland

Entwöhnungsbehandlungen sind Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation, die von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, weiteren Rentenversicherungsträgern oder in bestimmten Fällen von Krankenkassen finanziert werden. Im Vordergrund des acht- bis vierzehnwöchigen Aufenthaltes steht die Wiedereingliederung in Arbeit, Beruf und Gesellschaft. Diesem Zweck dient die intensive Auseinandersetzung mit Ihrer Suchterkrankung. In der Regel werden Patientinnen und Patienten mit einer Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit behandelt. Bei Vorliegen einer Kostenzusage können auch Menschen mit anderen Abhängigkeitserkrankungen aufgenommen werden.

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Abteilung für Innere Medizin

Häufig haben Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen auch körperliche Erkrankungen von relevanter Ausprägung. Dies betrifft insbesondere Herz-Kreislauf, Atemwegs- und Stoffwechselerkrankungen. Nicht selten sind diese bisher unbekannt  oder  die notwendige Behandlung wurde bislang vernachlässigt. Körperliche Erkrankungen spielen  oft eine große Rolle bei der Auslösung und bei der Verschlechterung einer zunächst rein  psychiatrisch anmutenden  Symptomatik.  Körperliche und psychische Erkrankungen können sich gegenseitig verstärken und die Behandlung erfordert Wissen aus dem Bereich der Psychiatrie und der Inneren Medizin. Beispielhaft kann hier erwähnt werden, dass depressive Störungen bei internistischen Erkrankungen sehr viel häufiger vorkommen und andererseits Depressionen den Verlauf und die Prognose von Herz-Kreislauferkrankungen deutlich verschlechtern können.
Deshalb sind allgemeininternistische Versorgungsansätze in unserer Klinik sowohl im Bereich des Konsiliardienstes als auch im Bereich der internistisch stationären Versorgung so wichtig.

Die internistisch-psychiatrische Abteilung hat einen breitgefächerten internistischen Zuschnitt. Außerdem bietet sie die Möglichkeiten der fachärztlich-psychiatrischen Mitbehandlung und die Kompetenz eines erfahrenen und geschulten Teams. Sie umfasst:

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Aufnahmeindikationen der Abteilung für Innere Medizin

Suchtmedizin

  • Patienten*innen mit hochgradigen Intoxikationen mit Alkohol, Drogen oder sedierenden Medikamenten.
  • Patienten*innen mit einer Alkoholerkrankung, Drogen- und Medikamentenabhängig­keit und mit zu erwartendem kompliziertem Entzugsverlauf (Delir, Krampfanfälle, Rhyth­musstörungen).
  • Suchtpatienten*innen und internistischen Begleiter­krankungen, z. B. dekom­pensierte Herzinsuffizienz, Lungenentzündung, Kreislaufinstabiliät, Exsiccose- und Elektrolytstörungen.
  • Suchtpatienten*innen und gleichzeitig bestehender toxischer Leberentzündung, de­kompensierter Leberzirrhose bzw. schwerer  Leberfunktionsstörung  oder  einer alkoholbedingten Bauchspeicheldrüsenentzündung.
     

Allgemein-psychiatrische Erkrankungen

  • Psychiatrische Patienten*innen mit schweren internistischen Erkrankungen wie akuter Herz-, oder Niereninsuffizienz, entgleistem Diabetes mellitus, Infektionen wie Pneumonien, exacerbierter COPD, Nierenbeckenentzündung oder Weichteilinfektionen wie einem Erysipel.
  •  Patienten*innen, die aus unterschiedlichen Gründen einen erhöhten Überwachungsbedarf haben, z. B.  nach Medikamentenintoxikationen, -unverträglichkeiten oder die in einem Allgemein-Krankenhaus erstver­sorgt worden sind, aber noch weiter internistisch und psy­chiatrisch behandelt werden müssen.
     

Gerontopsychiatrisch-geriatrische Erkrankungen

  • Ältere Patienten*innen mit komplexen oder schweren internistischen Erkrankungen, bei denen es in dessen Folge oder bei einer gleichzeitig bestehenden dementiellen oder depressiven Entwicklung  zu wahnhaften oder deliranten Symptomen kommt.
  • Gerontopsychiatrische Patienten*innen, z. B. mit Herz-, Nieren-, Lungenerkrankungen oder Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes oder Infektionen, die sowohl aufgrund der Komplexität der internistischen als auch der psychiatrischen Erkrankungen und der damit verbundenen komplizierten Medikation ein spezialisiertes Setting brauchen.
     

Geistige Behinderungen

Einen weiteren Schwerpunkt unserer Abteilung bildet die Diagnostik und Therapie von Patienten*innen mit geisti­gen Behinderungen, die einen geschützten und geschulten Rahmen zur Behandlung inter­nistischer Erkrankungen benö­tigen.

Diagnostik

Wir bieten ein breites allgemein-internistisches Diagnostikspektrum einschließlich Labor und konventionellem Röntgen vor Ort.

  • Ultraschall der Bauchorgane, der Lunge,  der Schilddrüse und des Herzens, einschließlich der Farbdopplerechokardiographie und der Farbdopplersonographie der Gefäße
  • Endoskopie /Gastroskopie
  • Ascitespunktion, Leberpunktion, Schilddrüsenpunktion
  • EKG, Belastungs-EKG
  • 24-Stunden-EKG
  • 24-Stunden-RR-Messung
  • Labor
  • Röntgen, konventionell
  • Lungenfunktion
  • EEG

Fachbereich für Menschen mit geistiger Behinderung & psychischen Störungen

Wissenswertes über Krankheitsbild, Aufenthalt und Behandlung

Auch Menschen mit geistigen Behinderungen können psychisch krank werden. Es kann allerdings sein, dass diese Krankheiten bei ihnen schwieriger zu erkennen und zu behandeln sind. Daher ist es besonders wichtig, dass Angehörige, die gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuer sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behindertenhilfe mit uns zusammenarbeiten. Wir haben dafür ein psychiatrisch-psychotherapeutisches Angebot speziell für Menschen mit geistigen Behinderungen eingerichtet. Darin haben wir die Diagnostik den Möglichkeiten der Patientinnen und Patienten angepasst, die ihre Krankheit oder ihre Beschwerden zum Beispiel anders wahrnehmen oder auch äußern können.

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Haus 15 (Stationäre Behandlung)

Stationäre Behandlung (Haus 15)

Auf unserer Station behandeln wir elektiv und kriseninterventorisch Patientinnen und Patienten mit einer geistigen Behinderung und psychischen Erkrankungen und/ oder herausfordernden Verhaltensweisen.

Zum Schutz von schwerer beeinträchtigten Patientinnen und Patienten handelt es sich um eine geschlossene Station, sodass eine Aufnahme nur mit eigenem Einverständnis oder richterlichem Beschluss möglich ist (Unterbringung nach Betreuungsrecht oder PsychKG).
Im stationären Behandlungsprozess werden individuelle Therapiepläne erstellt und im multidisziplinären Team erarbeitet, abgestimmt und durch kontinuierliche Verhaltensbeobachtung laufend überprüft und angepasst. Zur Zeit stehen 18 Behandlungsplätze zur Verfügung.

Therapieangebot der Station 15.1:

  • Medizinische-, Intelligenz-, Entwicklungs- und störungsspezifische Diagnostik
  • Psychiatrische, pädagogische und psychotherapeutische Einzeltherapien
  • Störungsspezifische und störungsübergreifende Gruppentherapie (soziales Kompetenztraining, Entspannung)
  • Engmaschige, aktivierende und ressourcenorientierte pflegerische Begleitung
  • Ergotherapie, Bewegungstherapie, Physiotherapie, Kunsttherapie sowie Einzel- und Gruppenförderung in der Tagesförderstätte
  • Psychopharmakologische Behandlung
  • Diagnostik und Therapie von begleitenden somatischen Erkrankungen, insbesondere in Kooperation mit der hiesigen Abteilung für innere Medizin
  • Beratung von Angehörigen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wohneinrichtungen
  • Sozialmedizinische Beratung