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Das moderne graue Hauptgebäude im Sommer, blauer Himmel und grüne Bäume rahmen die obersten beiden Stockwerke ein

Caféhaus-Veranstaltungen 2026

Unter dem Titel „Caféhaus-Veranstaltungen“ referieren und diskutieren Expertinnen und Experten zu Themen der seelischen Gesundheit in der LWL-Klinik Münster. Eingeladen zu den kostenlosen Terminen (ohne Anmeldung) sind Interessierte, Betroffene oder Angehörige.

Die Vortragsreihe wird am Mittwoch, 9. September 2026, um 18 Uhr fortgesetzt mit dem Vortrag "Bin ich traumatisiert? Neue Erkenntnisse zur Diagnostik und Behandlung aus der aktuellen Trauma-Leitlinie" von Prof. Dr. Markus Burgmer, Chefarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Veranstaltungsort: LWL-Klinik Münster, Café im Hauptgebäude (Haus 37), Friedrich-Wilhelm-Weber-Str. 30

Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Die Begriffe Trauma und Traumatisierung werden im allgemeinen Sprachgebrauch sehr häufig und in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. So wird das frühe Aus der Nationalmannschaft bei der diesjährigen WM von den Medien als „WM-Trauma“ bezeichnet und setzt dies fälschlicherweise dem wesentlich größeren Leid von Betroffenen nach einem schweren Gewaltereignis gleich.

Auch wird das Erleben einer Traumasituation oft mit einer sich daraus abzuleitenden Traumafolgestörung in Zusammenhang gestellt, was unterstellt, dass nach einem solchen Ereignis jeder Mensch zwangsläufig traumatisiert würde.

Und zu guter Letzt besteht bei der Frage, wie denn die eingetretenen Folgen nach einem Trauma zu behandeln sind, auch kein einheitliches Bild. So kursieren Gerüchte durch die Medien, dass die Auseinandersetzung mit dem Ereignis möglichst zu vermeiden sei oder eine Behandlung „sanft“ erfolgen sollte, um eine Re-Traumatisierung zu verhindern.

Sind das alles Fakten oder falsche Annahmen und Mythen? Was ist denn ein Trauma (im Unterschied zu anderen belastenden Lebensereignissen) überhaupt, wie wird es im medizinischen und psychotherapeutischen Kontext definiert und wie wird es korrekt behandelt?

Um hier den Überblick zu behalten und den vielfältigen Aussagen in den Medien nicht blind zu vertrauen, sollen im Vortrag die neuesten klinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse über Trauma, Traumafolgen und deren Behandlung vorgestellt und in die kritische Diskussion gebracht werden. Professor Burgmer berichtet aus seiner langjährigen praktischen Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Betroffenen mit Traumafolgen und seiner Mitarbeit an der aktuellen Trauma-Leitlinie. Betroffene, Angehörige und Interessierte sollen durch den Vortrag ein wenig mehr Klarheit in das undurchsichtige mediale Dickicht zum Thema Trauma finden.

weitere Termine

14.10.: Wiederholung des Vortrags "ADHS – Neurodiversität oder psychische Erkrankung?"

Referentin: Prof. Dr. Patricia Ohrmann, Ärztliche Direktorin LWL-Klinik Münster

18.11.: Thema NN

Ort: Café im Hauptgebäude (Haus 37), 18 Uhr